Astrid Schulzke: Augen-Blicke

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Hummeln - Paarung

Hummeln – Paarung

Augen-Blicke

© Astrid Schulzke

Es strömt ein Hauch von Sinnlichkeit
aus dieser Augen Blicke,
mein Geist berauscht, ich bin bereit,
auf dass er mich beglücke.

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Gedichte, Humor, Astrid Schulzke, Vierzeiler, Sinnlichkeit

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Astrid Schulzke: Beziehungsweise

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Gemeiner Weichkäfer - Paarung

Gemeiner Weichkäfer – Paarung

Beziehungsweise

© Astrid Schulzke

Der Mann ist ein Beziehungstier,
er suchet dort und suchet hier
das Gegenstück für sich zu finden.
Der Grund dafür – er will sich binden.
Nicht unbedingt auf lange Zeit,
denn jeder Mann denkt nur so weit
wie sein Gehirn zwischen den Beinen
ihn lässt (ich weiß, es ist zum Weinen).

Denn dieses Teil in seiner Pracht
besetzt mit übergroßer Macht
die Ratio – und er muss leiden.
Das sucht er tunlichst zu vermeiden,
denn dieses – steht schon in der Bibel –
soll nur das Weib, weil es von Übel.

Doch wie erreicht der Mann sein Ziel?
Mit List und Tücke und recht viel
Getue um die Auserwählte.
(Gar mancher vorher extra stählte
die Muskeln und den Hodensack
mit Eierschmaus und Vitapack).

Ein jeder hat da sein Rezept,
der eine macht auf super nett,
schwingt weise Reden, säuselt sanft
von Seelenverwandtschaft, Frauenkampf,
– den er schon immer unterstütze –
und sitzt alsbald in einer Pfütze
von dickem Schleim, auf dass er tropfe,
dem Weibe lieblich auf den Schopfe.

Die Frau, des Mannes Gegenstück,
denkt an ein völlig andres Glück,
wenn ihr Gefühl steht im Zenit
des Paarungsaktes, denn sie liebt
mit ihrem Bauch, der sie verführt,
nur EINE Regung in sich spürt:
Er will, gefüllt mit guten Samen,
(was nun kommt, füllte ganze Dramen)
ein Kindlein schnellstens in sich tragen,
drum kann das Weib sich nicht versagen.

So tappen beide in die Falle,
manch einer öfter – aber alle
glauben tatsächlich noch daran,
dass man die Dinge steuern kann.
Drum reden sie sich ihren Frust
auf ihre übergroße Lust
und ihren Drang nach Fortbestand
(der Papst, der hat es wohl erkannt)
gemeinsam schön – und das ist gut.
Ich ziehe grinsend meinen Hut.

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Alfons Pillach: Gewisse Ähnlichkeit

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Joggerin

Joggerin

Gewisse Ähnlichkeit

© Alfons Pillach

Sie trug ihr Haar mit Eleganz
als einen langen Pferdeschwanz.
So wie bei einem echten Pferde
berührte er beinah die Erde.
Und gähnte sie mit ihrem Mäulchen,
dann sah man Zähne wie beim Gäulchen.
Auf ihre Weise war sie klasse,
fast eine neue Pferderasse.

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Alfons Pillach: Die Glockenblume

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Glockenblume

Glockenblume

Die Glockenblume

© Alfons Pillach

Vom Winde wird sie kräftig geschüttelt,
der heftig an ihrem Glockenkopf rüttelt
und der, obwohl er sie kräftig schwingt,
ihr Glöckchen niemals zum Läuten bringt.
Der Wind bewegt sie mit säuselnd Gesumme,
doch sie bleibt immer die Glockenstumme.

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Alfons Pillach : Das Löwenmaul

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Löwenmäulchen Löwenmaul

Löwenmäulchen

Das Löwenmaul

© Alfons Pillach

In vielen Gärten fühlt sich’s wohl
und sagt erst spät im Jahr „Lebwohl“.
Als Blume ist es eine Zier
und hat nie Beute im Visier,
obwohl ihr Name suggeriert,
dass zähnefletschend sie agiert.
Das Löwenmaul droht nicht mit Zähnen
und kann nicht, wie es Löwen tun,
wenn sie in der Savanne ruhn,
gelangweilt durch die Gegend gähnen.

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Alfons Pillach: Waldes Stille

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Herbstwald

Herbstwald

Waldes Stille

© Alfons Pillach

In einem Wald herrscht großes Schweigen,
es kommt kein Ton von Farn und Moos,
man hört fast nichts, auch keine Geigen,
man denkt, im Wald ist gar nichts los.

Doch bleibst du stehn, dem Wind zu lauschen,
fall nicht auf dein Gehör herein,
denn, was du hörst, ist Blätterrauschen
und sicher kein Gesangsverein.

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Alfons Pillach: Chinesischer Jodler

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Graureiher

Graureiher

Chinesischer Jodler

© Alfons Pillach

In China lebt bei Dunhuang
ein Chinese namens Wang.
Herr Wang fährt immer mit dem Rade
bei Kälte und bei Hitzegrade.
Jedoch fehlt an dem Rad die Klingel,
doch Wang ist ein durchtriebner Schlingel,
denn ist mal der Verkehr am Brodeln
und müsste er mal dringend klingeln,
dann fängt Herr Wang an, laut zu jodeln.
Das Jodeln lernte er in Bayern,
es hört sich an, als würd’ er reihern.

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Alfons Pillach: Der Schluckspecht

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Der Schluckspecht

© Alfons Pillach

Dem Schluckspecht ist kein Schluck zuwider,
er schluckt sehr viel und immer wieder.
Er kann beim exzessiven Schlucken
bisweilen richtig blöde gucken;
und wenn der Schluckspecht sich verschluckt,
kann’s sein, dass er noch blöder guckt.

Egal, ob Schnaps, ob Wein, ob Bier,
das Schlucken ist für ihn Pläsier.
Er ist kein Specht, ihm fehlt der Schnabel,
er stammt nicht aus dem Reich der Fabel.
Der Schluckspecht liebt es, wenn er zecht,
vor allem, wenn ein andrer blecht.

*

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Alfons Pillach: Philosophisches

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Philosophisches

© Alfons Pillach

Wär’ jeder Mensch ein Philosoph,
dann wär’ die Menschheit nicht so doof,
sie wäre ziemlich weiser.
Die Welt wäre ein guter Ort,
doch leider gab’s schon immer dort
zu viele der Klugscheißer.

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Alfons Pillach: Von Schmutzfink und Dreckspatzen

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Von Schmutzfink und Dreckspatzen

© Alfons Pillach

Ein Schmutzfink ist fürwahr nicht reinlich,
der Schmutz an ihm ist ihm nicht peinlich.
Er ist kein Vogel, ist nicht putzig,
doch ist er eines: Er ist schmutzig.

Er zwitschert keine Finkenlieder
und hat auch keinerlei Gefieder.
Die Steigerung von diesem Finken
sind Dreckspatzen, die schon leicht stinken.

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Alfons Pillach: An die Mohnblumen

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Mohn

Mohn

An die Mohnblumen

© Alfons Pillach

Ihr Blumen dort am Ackerrain
mit leuchtend roten Blüten
strahlt Sommer ins Gemüt hinein,
die Zeit soll euch behüten.

Der Schmetterling macht bei euch Rast
in eurer Blütenklause
und gerne ist er bei euch Gast
für eine kleine Pause.

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Alfons Pillach: Die Wegwarte

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Wegwarte

Wegwarte

Die Wegwarte

© Alfons Pillach

Zur Zeit ist sie an vielen Wegen
als Sommerwunder stolz zugegen.
Dort lächelt sie zur Sommerzeit
im himmelblauen Sommerkleid;
und käme sie an meinen Garten,
ich würde freudig sie erwarten,
doch leider hat sie sich geschworen:
Als Wildblume bin ich geboren.

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Alfons Pillach: Zwischenräume

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Im Wald

Im Wald

Zwischenräume

© Alfons Pillach

In jedem Wald gibt’s viele Bäume,
dazwischen sind die Zwischenräume.
Dort wachsen Moose, Gräser, Kraut,
wobei’s bei Sturm Bäume umhaut;
und wird der Sturm dann immer böser,
werden die Zwischenräume größer.
So kann bei allzu starken Winden,
der Baumbestand des Waldes schwinden.
Schließlich, mancher glaubt es kaum,
bleibt nur noch viel Zwischenraum.

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Alfons Pillach: Der Kuss

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Der Kuss

© Alfons Pillach

Er lernte sie beim Tanzen kennen,
schnell gab’s den ersten Kuss,
gleich wollte er bei ihr mal pennen,
das schaffte ihm Verdruss.

Er war ihr viel zu bäuerlich
und sprach so furchtbar laut,
sein Kuss war ihr zu säuerlich,
den hat sie nicht verdaut.

*

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Alfons Pillach: Unerfüllte Liebe

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Im Graffiti-Tunnel Herrensohr

Im Graffiti-Tunnel Herrensohr

Unerfüllte Liebe

© Alfons Pillach

Es lebte eine Meerjungfrau
im Meer, mit Augen strahlend blau.
Ihr Traumprinz stand sehr oft am Strand,
sie konnte nicht zu ihm ans Land.

Sie liebte ihn von ganzem Herzen,
die Trennung war kaum zu verschmerzen,
doch war ihr Traumprinz wasserscheu,
die Meerjungfrau blieb ihm nicht treu.

Enttäuscht hat sie schon bald kapiert,
dass sie mit ihm nur Zeit verliert.
Von nun an liebte sie fanatisch
nur Fische, denn die sind aquatisch.

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Alfons Pillach: Die Meerjungfrau

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Meerjungfrau im Graffiti-Tunnel Herrensohr

Meerjungfrau im Graffiti-Tunnel Herrensohr

Die Meerjungfrau

© Alfons Pillach

Das Meer war weit, das Meer war blau,
und ich sah eine Meerjungfrau.
Sie hat mir zugewunken,
denkt nicht, ich war betrunken.

Ich sah die Schöne im Antlantik,
und sie umgab ein Hauch Romantik.
Ach, ihre Schönheit war galaktisch,
sie war kein Trugbild, sondern faktisch.

Am Abend aß ich einen Fisch,
ein äußerst komisches Gemisch.
Es wurde mir im Magen flau,
ich glaub’, ich aß die Meerjungfrau.

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Alfons Pillach: Puppenbüblein

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Puppe

Puppe

Puppenbüblein

© Alfons Pillach

Im Puppenstüblein
sitzt Puppenbüblein,
hat ein großes Wangengrüblein.
Sein Unterkiefer
hängt etwas tiefer
und schiefer.
Vielleicht hat der Hund
Büblein gebissen
oder man hat ihn
zu Boden geschmissen.
Wird noch größer das Grüblein,
und hängt noch tiefer
und schiefer
der Kiefer,
kommt Puppenbüblein
vom Puppenstüblein
ins Müllküblein.

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Alfons Pillach: Großmutters Kästlein

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Großmutters Kästlein

© Alfons Pillach

In Großmutters Zimmer
gab es ein Kästlein
und darin war immer
ihr Schmuck für manch Festlein.

Als ich als Knabe mal
neugierig wühlte
und in Omas Schränkchen
das Holzkästlein fühlte,
nahm ich es heraus,
das war zwar gemein,
doch sollte es fortan
mein Sparkästlein sein.

Als Oma am Abend
zu Bette ging
und in ihrem Schränkchen
zu suchen anfing,
da sprach sie zu Opa:
„Wo ist denn mein Kästlein?
Ich brauch’ es für unsre Gebisse
als Nestlein.“

*

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Alfons Pillach: Ausrede

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Ausrede

© Alfons Pillach

Er saß auf seiner Ofenbank
und zog an seinem Pfeifchen,
im Grunde fühlte er sich schlank,
am Bauch war nur ein Reifchen.
„Ich bin nicht dick an meinem Bauch“,
hörte ich ihn sagen,
„ich bin nur aufgebläht vom Rauch,
er drückt heraus den Magen.“
Dann hob er seinen Krug aus Stein
und trank sein zehntes Bier hinein.

*

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Alfons Pillach: Achterbahn

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Uff de Kerb

Uff de Kerb

Achterbahn

© Alfons Pillach

Er fuhr auf einer Achterbahn,
zuvor aß er ein Schnitzel,
er lebte stets in seinem Wahn:
Ich brauche Nervenkitzel.

Als schnell die Fahrt an Schwung gewann,
bekam er Magendrücken
und er spie seinem Vordermann
das Schnitzel in den Rücken.

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Alfons Pillach: Auf dem Kettenkarussell

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Uff de Kerb

Uff de Kerb

Auf dem Kettenkarussell

© Alfons Pillach

Auf dem Kettenkarussell
dreht die Welt sich ziemlich schnell.
Auf rasante Weise
dreht sie sich im Kreise.
Reißen mal die Ketten,
fliegst auf die Schnauze. Wetten?

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Ronald Henss: Hinter dem Schleier

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Hinter dem Schleier

© Ronald Henss

Züchtig, in edlem Gewande,
geheimnisvoll, sittsam und rein
wob sie zärtliche Bande
in meine Seele hinein.

Voller Liebreiz schien mir die Welt,
als noch der Schleier dicht war.
Nun, da die Hülle fällt,
ist nichts davon sichtbar.

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Ronald Henss: Der Blick

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Der Blick

© Ronald Henss

Ihr Herz ist vom Vorübergeh’n der Blicke
so müd geworden, dass es kaum noch schlägt.
Der Kummer reißt es fast in Stücke
und ihre Stunden sind gezählt.

Ach könnte nur ein einziger sie treffen,
ein einz’ger nur, ein Blick, der auf ihr ruht –
er könnte ihre Seele retten,
entfachen ihres Herzens Glut.

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Ronald Henss: Der Panzer

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Der Panzer

© Ronald Henss

Mein Kopf ist von dem Rattern seiner Ketten
so dumpf geworden, dass ihm nichts mehr zählt.
Mir ist, als ob es nur noch Ketten gäbe
und hinter Ketten keine Welt.

Mein Herz ist von dem Donnern seiner Rohre
so bang geworden, dass man es nicht mehr hört,
die Seele ist in Angst gefroren
und mein Darm hat sich entleert.

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Ronald Henss: Die Schere

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Die Schere

© Ronald Henss

Mein Haupt ist von dem Schnipp-Schnapp ihrer Schnitte
so kahl geworden wie ein Stoppelfeld.
Ein Büschel steht noch in der Mitte,
jedoch auch dieses Büschel fällt.

Jeder Schnitt gefährlich scharfer Klingen,
die mir das Haar vom Kopfe scher’n,
lässt meine Seele fast zerspringen.
Ich mag das Schnipp-Schnapp nicht mehr hör’n!

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Alfons Pillach: Stockbesoffen

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Stockbesoffen

© Alfons Pillach

Ein Flaschenkork war deprimiert
und hat im Suff oft fantasiert,
denn in der Flasche, wo er steckte,
war Schnaps, an dem er fast verreckte.
Oft dachte er im Rausche sich:
Mein Leben ist ganz fürchterlich!
Wär’ doch die Flasche oben offen,
dann hätte ich mehr frische Luft
und wär’ nicht jeden Tag besoffen.

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Alfons Pillach: Die Reglosen

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Die Reglosen

© Alfons Pillach

Die Leute, die vorübergehn,
sind allerlei Passanten:
Onkels, Omas, Tanten.

Wenn sie die Hälse nie verdrehn
und reglos dort am Gehsteig stehn,
dann sind’s vielleicht Hydranten.

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Alfons Pillach: Des einen Freud, des andern Leid

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Des einen Freud, des andern Leid

© Alfons Pillach

Es sagte der Zucker zum Tee:
Du bist wie dein Freund, der Kaffee;
Ich muss mit dem Leben büßen,
um es euch zu versüßen.

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